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Hilfe für die Tafel.

Mit dem nun folgenden Denkanstoß mache ich mich sicherlich bei vielen Lesern unbeliebt.
Aber niemand muss mir "gehorchen". Jeder kann selbst frei entscheiden, was er
(beziehungsweise sie) für richtig oder falsch hält. Und dementsprechend kann
(und sollte) er (bzw. sie) handeln.

Worum es auf dieser Seite geht, konntest du bereits in der Überschrift erfahren.
Aber zuvor möchte ich für die Leser, die die Tafel nicht kennen, kurz erklären,
wofür dieser Begriff steht. (Damit meine ich diejenigen, die auf meiner
Homepage die Klartext-Infos lesen, aber im Ausland wohnen -
und demzufolge die Tafel in Deutschland nicht kennen.)

Die Tafel hilft Menschen mit geringem Einkommen. Viele Supermärkte stellen der Tafel kostenlos
Lebensmittel zur Verfügung, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum kurz vor dem Ablauf ist.
Landwirte spenden Lebensmittel, die dem "Schönheitsideal" der Deutschen nicht entsprechen -
die also nicht den Weg in die Regale der Supermärkte finden (beispielsweise krumme Möhren,
"unschöne" Kartoffeln oder zu kleine Gurken).

Die sozial Schwachen dürfen sich in regelmäßigen Abständen
diese Produkte super-kostengünstig bei der Tafel abholen.

Dagegen gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden - im Gegenteil: Es ist sogar sehr gut,
dass dadurch der Kampf gegen das sinnlose Wegwerfen von Lebensmitteln geführt wird.

Aber was meiner Meinung nach falsch ist, möchte ich nun erklären:

Ein großer Teil von denjenigen, die die Hilfe der Tafel in Anspruch nehmen,
ist nicht bereit, für die Allgemeinheit etwas Sinnvolles zu tun. Sie haben
sich mit der Grundsicherung (Harz-4) abgefunden. Viele von ihnen schimpfen
auf den Staat oder die Gesellschaft, weil sie nicht am Wohlstand teilhaben dürfen.

Aber ist es wirklich so einfach - nur auf "die Anderen" zu schimpfen ?

Meine Frau arbeitet als Kindererzieherin. Sie erlebt tagtäglich, dass es viele Kinder gibt,
die unbelehrbar sind - die sich an keine Normen und Regeln anpassen wollen. Wenn sie
sich nicht ändern, dann sind sie die Harz-4-Empfänger von morgen. Meine Frau führt geduldig
tiefgründige Gespräche mit diesen Problemkindern. Wenn sie sie fragt, was sie denn später
einmal werden wollen, dann kommen zwei Antworten wie aus der Pistole geschossen:
„Superstar“ oder „Model“. Sie hörte aber auch schon: „Harzer“.
(Für die "Unwissenden" aus dem Ausland: "Harzer" sind die Harz-4-Empfänger).
Diese Kinder sehen, dass man auch ohne Arbeit leben kann.
Warum also sollten sie sich bemühen ?

Ich möchte nicht alle Harz-4-Empfänger "über einen Kamm scheren". Es gibt unter ihnen
auch viele, die sich intensiv um Arbeit bemühen oder sich ehrenamtlich engagieren.

Schon sind wir bei dem Problem, das ich ansprechen möchte:

Frage: Sollten Menschen tatsächlich nach Feierabend
oder am Wochenende ehrenamtlich bei der Tafel helfen ?


Viele Nutznießer der Tafel halten es oftmals nicht für nötig,
ihre Arbeitskraft zum Wohle der Tafel einzusetzen.

Wenn diese "Leute" gezwungen wären, jeden Morgen aufzustehen, um durch gemeinnützige Arbeit
ihren Lebensunterhalt zu verdienen, dann könnte es geschehen, dass sich so mancher von ihnen
doch um eine reguläre Arbeit bemüht. Aber dafür bin ich nicht zuständig - sondern der Staat.
Und in der Bibel wird uns erklärt, dass wir der Obrigkeit (dem Staat) untertan sein sollen.

So ermahne ich nun,
dass man
... tue ... Fürbitte ... für die Könige und für alle Obrigkeit,
damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können
in aller Frömmigkeit
...“

(1.Timotheus 2/1-2)

Demzufolge möchte ich nicht gegen den Staat hetzen. Im Gegenteil: Ich finde es gut
und richtig, dass die sozial Schwachen von der Allgemeinheit (über den Staat) unterstützt
werden. Aber es sollte nicht so sein, dass die einen bis zum Umfallen arbeiten -
während die anderen Sprüche klopfen und jammern, wie schlecht es ihnen geht.

Würde es die Sozialleistungen nicht geben, dann müssten wir täglich damit rechnen,
dass wir überfallen und ausgeraubt werden, weil die Not und der Hunger die Armen
zu solchen Verzweiflungstaten treibt.

Also ist eine soziale Absicherung im Interesse aller. Nur sollte man die Bedingung
daran knüpfen, dass die Empfänger der Sozialleistungen als Gegenleistung soziale
Aktivitäten zeigen. Dass sie nicht nur sagen: „Ich würde ja arbeiten gehen,
wenn ich Arbeit hätte.“

Ich kenne keinen Harz-4-Empfänger, der kostenlos und mit Begeisterung
in öffentlichen Parkanlagen im Frühling und Sommer Unkraut beseitigt,
im Herbst Laub harkt und im Winter Schnee schiebt.

Wenn das Amt sie dazu "motiviert", indem sie zusätzlich etwas Geld dazubekommen -
dann ja. Aber von sich aus - und unentgeltlich ?

Es klingt immer Mitleid erregend, wenn man hört, mit wie wenig Geld die Harz-4-Empfänger leben müssen.
Aber zusätzlich bekommen sie noch andere Leistungen (Krankenversicherung, Zuschuss zum Wohnen usw.).

Jemand, der einen schlecht bezahlten Job angenommen hat, verdient mit seiner harten Arbeit
oftmals auch nicht mehr, als die "Harzer" mit allen ihren staatlichen Leistungen.

In der Bibel steht geschrieben:

Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.
(2.Thessalonicher 3/10)

Die Betonung liegt auf "nicht wollen".

Wie bereits erwähnt: Sozialleistungen - ja - aber bitte schön mit einer vom
Empfänger erbrachten Gegenleistung (in Form von gemeinnütziger Arbeit).

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Worum es in diesem Denkanstoß eigentlich geht:

Wenn du geplant hast, nach Feierabend oder am Wochenende der Tafel zu helfen,
dann bedenke, dass dies eigentlich nicht notwendig ist. Helfende Hände würde es
nämlich mehr als genug geben, wenn diejenigen zur Arbeit bereit wären, die die Gaben
der Tafel in Anspruch nehmen. Würden diejenigen, die gesund und dazu in der Lage sind,
sich aktiv mit einbringen, dann bräuchte niemand nach Feierabend der Tafel zu helfen.

Wenn du einen Job hast - aber etwas Gutes tun möchtest, dann bedenke doch
mal ganz in Ruhe, ob es nicht viel sinnvoller wäre, wenn du in deiner Firma
ein paar bezahlte Überstunden machst - und das Geld einer seriösen
Hilfsorganisation spendest, die den Armen in der Dritten Welt
Hilfe zur Selbsthilfe anbietet.

Es nutzt nämlich nicht viel, den Bedürftigen lediglich Essen und Trinken anzubieten.
Das ist zwar für den Anfang sehr wichtig, aber langfristig müssen diese Menschen die
Möglichkeit haben, auf eigenen Füßen zu stehen - sich selbst versorgen zu können.

Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet: Man hilft mit Saatgut, Baumaterial oder
durch Schulungen, dass die Not leidenden Menschen Hilfe bekommen,
mit der sie sich aus ihrer missligen Lage befreien können.

Die Menschen in der Dritten Welt sind echt bedürftig - denn sie werden (im Gegensatz
zu den Deutschen) von ihrer Regierung nicht unterstützt. Deshalb ist es unsere Aufgabe,
ihnen zu helfen. Das gebietet die christliche Nächstenliebe.
Ohne unsere Hilfe sind diese Menschen nämlich am Ende !

In Gottes Wort heißt es:

Nicht, dass die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet,
sondern dass es zu einem Ausgleich komme.
Jetzt helfe euer Überfluss ihrem Mangel ab,
damit danach auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe
und so ein Ausgleich geschehe
...“

(2.Korinther 8/13-15)

Die Armen in Deutschland können auch tief fallen -
aber niemand muss in unserem Land verhungern.
Dafür gibt es die sozialen Absicherungen.

Als Hilfe kann man den Bedürftigen in Deutschland die Anlaufstellen nennen, wo sie
staatliche Hilfe beantragen können. Aber die meisten wissen dies ganz genau.
Im Gegenteil: Sie kennen sich auf diesem Gebiet oftmals besser aus als wir.

Aber Millionen Menschen in der Dritten Welt haben keinerlei soziale Hilfe -
sie können noch nicht einmal einen Arzt kostenlos aufsuchen.

Deshalb überlege bitte ganz genau, wem du helfen möchtest.

Spende aber nicht an die erstbeste Hilfsorganisation,
nur weil du deren Namen schon oft gehört hast.


In den alphabetisch geordneten Suchbegriffen kannst du anklicken:
seriöse Hilfsorganisationen. Dort bekommst du wichtige Infos,
die dir die notwendige Entscheidung erleichtern.

Denke stets daran - wichtig ist: Hilfe zur Selbsthilfe !

Ansonsten kommen die Betroffenen nicht aus dem
Teufelskreis heraus, in dem sie sich befinden.

Hilf ihnen - dann hilfst du Jesus.
Denn er sagte:

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern (euren Mitmenschen),
das habt ihr mir getan.

(Matthäus 25/40)


Abschließend noch ein wichtiger Hinweis:

Unser Herr Jesus Christus erwartet von uns ein effizientes Handeln.
Also nicht einfach irgend etwas tun, sondern wenn wir aktiv werden,
dann sollen wir damit den größtmöglichen Nutzen erzielen.

(Lies zum Thema der wichtigen Effizienz bitte den Klartext-Punkt 177.)

Wer denen hilft, die den Anschein erwecken, arm zu sein,
hilft nicht zwangsläufig denen, die tatsächlich arm sind.

Den Bettler vor dem Supermarkt sehen wir - er tut uns leid. Obwohl er
staatliche Hilfen bekommt, bittet er uns um zusätzliche Unterstützung.
Ihm zu helfen ist aber so, als würde man Wasser in die Elbe tragen.

Die echt Bedürftigen in der Dritten Welt verhungern und verdursten -
ohne dass wir ihnen helfen. Ist das so in Ordnung ?

Ein Notarzt sagte mir im Gespräch:

„Wenn ich zu einem Einsatz gerufen werde, bei dem es mehrere Verletzte gab,
muss ich mir zunächst ohne Emotionen (ohne Gefühl und ohne Empfindung)
einen groben Überblick verschaffen. Denn oftmals sind diejenigen, die laut
um Hilfe schreien, nicht so schwer verletzt, wie die, die völlig bewegungslos
daliegen und still sind, weil sie kaum noch atmen können. Aber genau denen
muss ich zuerst helfen, denn sie würden ansonsten sterben.“

Hilf du denen, deren Schreien in unserem reichen Land nicht zu hören ist.
Sie haben nicht die Kraft (und nicht die Möglichkeiten),
auf ihr Elend aufmerksam zu machen.

Hilf ihnen - denn sie brauchen deine Hilfe dringend !





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